PT #01: – Hi, ich bin Marion Luisa –

[ PODCASTERIN, GEFÜHLS-COACH & SELBSTLIEBE-EXPERTIN ]

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Dir ist bestimmt schon aufgefallen, dass meine Seite und meine Selbstständigkeit nicht nur meinen Vornamen Marion, sondern auch meinen mittleren Namen Luisa trägt. Das liegt daran, dass ich schon seit einiger Zeit fühle, dass oberflächliche Perfektion, pausenlose Positivität und inhaltslose Inspiration nicht zu mir und meinem Zweck passen. Und es mir viel mehr um ehrliche Tiefe, wirkliche Verletzlichkeit und echt Authentizi-tät geht. Ich möchte dir weder etwas vormachen noch dir ein problemloses Leben vorgaukeln. Ich teile gerne meine Erfolge mit dir, aber genauso wichtig ist es mir, dass du von meinen Herausforderungen weißt. Damit du erkennen kannst, was es von mir gebraucht hat, um zu wachsen und mich weiterzuentwickeln. Dass das Leben nicht immer leicht sein mag, aber der schwere Weg nicht unbedingt der falsche sein muss. Und dass deine Vergangenheit dich weder definiert noch in irgendeiner Art und Weise über deine Zukunft entscheidet. 

 

Es ist mein großer Herzenswunsch, dich vom Aufgeben abzuhalten. Und dich daran zu hindern, dich mit weniger zufrieden zu geben und MEHR auf sich beruhen zu lassen. Dich davon abzubringen, nicht mehr MEHR zu wollen und weniger zu leben. Und mit MEHR möchte ich weder über irgendwelche Lebensentscheidungen urteilen noch geht es mir um die Ego-Bedeutung davon. Ich meine damit einfach ein Leben mit mehr Freude, mit mehr Fülle und mehr Farbe. Ein Leben mit MEHR DU.
(An dieser Stelle möchte ich dir ganz kurz erklären, dass es mir hier um die Suche nach mehr, nach Tiefe geht, nicht um das Streben nach mehr, nach Höhe. Wie ich es hier in meinem Artikel Was Selbstliebe mit mir und meinem Leben macht beschreibe.) 

Und genau diese Suche nach MEHR hat mich zum Coach werden lassen. Es kam der Zeitpunkt, an dem ich einfach keinen Tag mehr mit weniger verbringen wollte. Und es gibt nichts, dass mich mehr erfüllt, als dich durch deine Herausforderungen zu begleiten und dich in deinem Wachstum und deiner Entwicklung zu unterstützen. Mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass wir unsere Schlachten nicht nur für uns selbst schlagen, sondern ganz besonders auch um anderen Menschen in ähnlichen Kämpfen beiseitestehen zu können. Und ich bin unfassbar dankbar für meine Vergangenheit, denn sie hat mich ganz genau hierher an deine Seite gebracht.

 

Wenn ich meine Kindheit mit nur einem Wort zusammenfassen müsste, dann wäre es Highlife. Highlife und das mit meinen vier Geschwistern. Soweit ich zurückdenken kann, war meine Kindheit so schön und geborgen, wie ich sie mir nur irgendwie hätte vorstellen können. Immer unterwegs, immer in der Natur, immer in irgend-einem anderen Zuhause und immer jede Menge Spaß. Immer zusammen mit meinen Geschwistern und gemeinsam mit unseren Freunden. Mit meiner Mama als Fels in der Brandung und meinem Papa, der in jedem Moment sein Bestes gegeben hat, um uns gut über die Runden zu bringen und uns schöne vier Wände bieten zu können. 

Lange Zeit hatte ich nichts von den Herausforderungen meiner Mama bemerkt, aber irgendwann war es so weit, dass sie eine Zeit lang nicht mehr bei uns zuhause sein konnte. Und so schnell wie dann alles gegangen ist, so schnell ist auch mein Urvertrauen komplett hopps gegangen. Und auch wenn ich mich heute nicht mehr daran erinnern kann, wie das alles ohne meine Mama funktioniert hat, weiß ich, dass sich mein Papa, meine Oma und mein Opa unglaublich bemüht haben, uns so gut es ging noch ein Stück weit Kinder sein zu lassen. 

Irgendwann ging es meiner Mama wieder mehr oder weniger besser und trotzdem war nichts mehr so wie vorher. Denn sie hatte ihre Herausforderungen mit nach Hause und mit in unsere Beziehung gebracht. Als es bei mir mit der Pubertät losgegangen ist, hat sie mehr und mehr Distanz gesucht und sich immer weiter von mir zurückgezogen. In ihrem Schmerz und ihren eigenen Mustern gefangen, hat sie in mir nicht mehr ihre kleine Tochter, sondern eine große Konkurrenz gesehen. Jahrelange haben sich dadurch bei mir starke Gefühle von Ablehnung, Haltlosigkeit und Einsamkeit verankern können, die ich mit Perfektion, Leistung, Kampf und Ablenkung zu kompensieren versucht habe. Viele, viele Jahre habe ich mein Bestes gegegeben, fleißiger, makelloser, schöner, dünner, etc. ... zu sein, um endlich wieder liebenswert zu werden. 

Mitten in meiner Pubertät haben sich meine Eltern dann von einander getrennt und mein erster Freund nach ein paar Jahren Beziehung von mir. Du kannst dir an diesem Punkt wahrscheinlich vorstellen, was das meinen Unsicherheitsgefühlen, Selbstzweifeln und Verlustängsten für einen unglaublichen Schub gegeben hat. 

Als sich mein Papa dann zwei Monate vor meinem 18. Geburtstag das Leben genommen hat, wurde mir endgültig mein eh schon wackeliger Boden unter den Füßen weggezogen und mein Leben vom einen auf den anderen Tag auf den Kopf gestellt. Und auch wenn ich das früher nicht so benennen hätte können, hat ab diesem Zeitpunkt mein Leben im ständigen Stress- und Überlebensmodus begonnen. Voller Angst, unentwegt angespannt und immer auf der Flucht. Und irgendwann hat sich nichts mehr sicher oder richtig angefühlt. Und je mehr ich auf der Flucht war, je mehr Angst und Anspannung ich gespürt habe, desto mehr habe ich zu kontrollieren angefangen. Je unsicherer sich mein Leben angefühlt hat, desto mehr habe ich mich an der Kontrolle festgehalten. Die Leidtragenden waren immer mein Körper und meine Beziehung zum Essen. Und dabei reicht das ganze Spektrum von Fresssucht, über Magerwahn und Orthorexie. Und auch wenn ich nie wirklich so dünn war, dass ich nicht hätte weiterleben können, hatte ich irgendwann dieses große Gefühl in mir, so nicht mehr weitermachen zu können. Weil ich mich nicht mehr nur unsicher und nicht liebenswert gefühlt habe, sondern sehr unverbunden, einsam, anders und ganz besonders falsch. Falsch in meinen Jobs, falsch unter Menschen, falsch in meinen Beziehungen und meinen Partnerschaften, falsch in meinem Körper. Und letztendlich falsch in meinem Leben. 

Und das war der Moment oder wohl eher die Jahre, in den sich alles verändert hat. Am meisten ich selbst, aber mit meiner Innenwelt eben auch alles in meiner Außenwelt. Stück für Stück und mit einem Haufen Arbeit, viel Geduld, jeder Menge Selbstliebe und unzähligen Hochs und Tiefs bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich mich wieder sicher fühle. An dem sich mein Leben endlich wieder sich anfühlt. An dem ich weiß, dass all meine Erfahrungen für mich passiert sind und all meine Erlebnisse für mich passieren werden. Dass es nichts gibt, dass ich in diesem Leben nicht überstehen kann. Und dass ich niemals nicht das Opfer meiner Vergangenheit, sondern in jedem Moment die Schöpferin meiner Zukunft und meiner Wirklichkeit bin.